Warum Burnout?
Warum geschieht so etwas gegen den eigenen Willen? Warum blockiert einem die eigene Psyche von einem Tag zum Anderen und lässt nicht mehr zu, was bisher scheinbar problemlos getan werden konnte?
War es wirklich so problemlos?
Ist es wirklich ein Zusammenbruch oder ist es nicht viel mehr die gesunde Notreaktion einer über längere Zeit massiv überfordernden Psyche?
Aufgrund meiner Erfahrung bin ich überzeugt, dass es sich hier nicht um einen Zusammenbruch handelt sondern um eine Schutzmassnahme der unbewussten Psyche, die mit diesem zugegeben extremen Akt der Verweigerung ebendiesen Zusammenbruch zu verhindern sucht. Und ich wage zu sagen, dass sie dies mit Erfolg tut, sofern man die Hilfe der inneren Stimme zulässt.
Betrachten wir die Tatsachen. Ein Viertel aller Arbeitnehmer der westlichen Welt können ihre gewohnte Arbeit nicht mehr machen ohne die Hilfe von Antidepressivas, Beruhigungsmitteln und Schlafmitteln. Hinzu kommt die grosse Zahl derer, die sich am Feierabend mit Alkohol und Drogen „re-harmoniert“. Man kann getrost davon ausgehen, dass mehr als die Hälfte aller Arbeitenden härter unter Druck stehen als es ihre eigene Psyche erlauben würde, mitsamt den daraus resultierenden Konsequenzen.
Der zunehmende Leistungs-Terror, der von jedem das Maximale fordert und zwar in jeder Stunde in der man arbeitet und lieber noch darüber hinaus, diese utopischen Anforderungen setzen den Menschen massiv unter Druck und dieser Druck wird solange ausgebaut, bis der Mensch daran zerbricht.